9. Mai 2007, Spangenberg

Es gibt wieder einmal gute Nachrichten vom Himmelsfels.

Nach guten Verhandlungen wurde unsere Stiftung als selbständig und rechtsfähig anerkannt. Nun hat sich der Regierungspräsident selbst angekündigt, um den Berg zu besuchen und die Stiftungsurkunde zu überreichen und zwar am Freitag, den 1. Juni gegen 14.00h

20. April 2007, Spangenberg

Ich hoffe, Euch und Ihnen allen geht es gut und Sie können die warmen Frühlingstage genießen. Auch der Himmelsfels blüht in diesen Tagen auf und es ist Zeit, aus dem Winterschlaf und der Programmpause zu erwachen.

Am 27. Januar wurde die Werner Pfetzing Stiftung Himmelsfels ins Leben gerufen. Leider gelang die offizielle Anerkennung erst im zweiten Anlauf, aber mit Hilfe des Regierungspräsidenten scheint der Weg nun gebahnt. Es ist gut möglich, daß der Regierungspräsident zur Überreichung der amtlichen Urkunde im Mai nach Spangenberg kommt, ein Termin steht leider noch nicht fest.

Ein zweites großes Thema der letzten Monate war und ist der Bebauungsplan für das Gelände. Der Bebauungsplan legt fest, wo, wann, wie, was gebaut werden darf, wie ein Gelände mit Wasser, Abwasser, Strom, Parkplätzen etc. erschlossen wird und das auf viele, viele Jahre hin. Wir sind sehr dankbar, daß die Stadtverordneten der Stadt Spangenberg im März beschlossen haben, dass ein komplett neuer Bebauungsplan namens „Kunstpark Himmelsfels“ für das Gesamtgelände entstehen soll. Nun werden wir in diesem Jahr noch sehr damit beschäftigt sein, diesen Plan im Detail zu erstellen und eine Langzeitvision für das Gelände zu entwickeln.

Diese Woche haben wir wir mit dem Mähen und der Gartenarbeit auf dem Berg begonnen. Im Februar haben wir sehr viel Baumaterial gespendet bekommen. Daraufhin haben wir eine Halle neben dem Gelände angemietet, um es dort zu lagern und in der Halle auch als Werkstatt an Bauwagen und anderen Projekten arbeiten zu können.

Homepage und Flyer: Die Aktualisierung der Homepage wurde jetzt begonnen, ist aber leider noch nicht abgeschlossen. Da das Projekt bisher immer auf die WM 2006 ausgerichtet war und auch unter dem Titel World Camp und nicht Himmelsfels lief, ist ziemlich viel zu ersetzen und erneuern. Die Homepage findet sich jetzt unter www.worldcamp.de und unter himmelsfels.de. Flyer für den Sommer und mit den neuen Perspektiven des Gesamtprojekts sollen auch in den nächsten Wochen entstehen. Wenn ihr mehrere braucht, um andere zur Unterstützung einzuladen, meldet Euch bitte. Gute qualifizierte Übersetzungshilfe in Englisch und Französisch für die Homepage, Flyer und bestimmte E-Mails suche ich auch.

Freitag, 19.1.2007, Spangenberg

Nun ist es soweit:

Am Samstag, den 27.1.2007 wird die Werner Pfetzing Stiftung Himmelsfels offiziell ins Leben gerufen und alle sind herzlich eingeladen, dabei zu sein. Das Fest dauert von 15.00h bis 18.00h. Es wird ein großes Feuer geben und gute Gemeinschaft mit Glühpunsch, Musik, einem Rückblick auf die Geschichte des Himmelsfelsen und Ausblicken auf das Programm in diesem Jahr. Auf der Feier können Interessierte auch offiziell dem Freundeskreis der Stiftung Himmelsfels beitreten.

Samstag, 15.7. nach abgeschlossenem Abbau

So, jetzt haben wir alles aufgeräumt, geordnet und neu vorbereitet auf dem Himmelsfels, damit es auch in Zukunft weiter gehen kann.

Wir haben die letzten Tage bis zum Finale auf dem Himmelsfels sehr genossen und viel Zuspruch erfahren. Viele haben auf dem Himmelsfels in besonderer Weise ein kleines Zuhause in der weiten Welt erlebt, Gott und Menschen lieben und achten gelernt. Und daher haben sich auch viele gewünscht, daß es weitergeht. Der Protest derer, die vorher sehr besorgt waren gegenüber World Camp ist fast vollständig verstummt und viele alte Besorgte sind neue Fürsorgende geworden. Wir haben uns entschieden, die Arbeit auf dem Himmelsfels weiterzuführen und nach und nach auch ein Team in Spangenberg anzusiedeln und die Arbeit weiter voranzutreiben. Zum Aspekt der Internationalität soll wie in diesem Jahr sicher auch in Zukunft der Aspekt des Generationsübergreifenden kommen. Es war immer ein Genuß, anzusehen, wie Senioren und Jugendliche nebeneinander aufblühten.

Auf jeden Fall könnte Ihr uns auch nach der WM besuchen und zwar an den World Camp Samstagen. Dazu alle Infos unter Aktuelles. Mehr zur Zukunft erfahrt ihr bald an dieser Stelle.

Mittwoch, 5.7. nach dem Ausscheiden der Deutschen Mannschaft

Hallo, Ihr Lieben, ja die Zeit geht fast zu Ende und wir haben es nicht geschafft, auf dem Berg groß Tagebuch zu schreiben, weil einfach so viel passiert ist und unsere Tage früh morgens begannen und bis spät in die Nacht andauerten.

Unser Fest ist und war wunderschön. Wir haben soviele Menschen kennengelernt und viele haben auf dem Himmelsfels ein Stück außergewöhnliche Heimat gefunden. Heute nacht hatten wir die Rekordzahl von 100 Übernachtungsgästen und zusätzlich 14 Kühen, die heute morgen durch ein offenes Tor eindrangen und dann friedlich zwischen Zelten und Botschaften grasten. Nachmittags und Abends kommen Gäste aus allen Generationen, holen sich ihren Reisepass am Zoll und machen sich auf die Weltreise durchs große Gelände. In Togo, Mexiko, Nigeria, Arabien, Korea und der Slovakei erwarten sie die unterschiedlichsten Botschafter und klären sie über Land, Kultur, Glaube und Musik auf. Einige der Botschafter sind mit Hilfe der Christlichen Friedensdienste aus fernen Ländern angereist. Andere wohnen seit langem schon in usnerer Nachbarschaft, sind aber hier das erste Mal bewußt Gastgeber für die Deutschen. Es gab schon einen indonesichen und einen kongolesischen Gottesdienst und mehrere Samstagabend-Gottesdienste mit großer internationaler Beteiligung und schönen Gospels. Überhaupt spielt der Gospel eine große Rolle. Von den coolen Jungs bis zur älteren Dame singen alle gerne mit und haben sich über die Wochen mehr und mehr aus der Reserve locken lassen.

Gestern war der Bischof der Kurhessen-Waldeckschen Kirche mit seinem Reisepass unterwegs im World Camp und hat uns allen durch seine Worte Mut gemacht. Das ist nur ein Beispiel für die viele Unterstützung, die wir erleben aus vielen Bereichen von Kirche und Gesellschaft. Wir denken inzwischen viel über die Zukunft der Arbeit nach und was im Hinblick darauf getan werden müßte. Auch darin sind wir ganz zuversichtlich und gesegnet und bestätigt, was wir in den letzten Wochen erleben durften.

Dienstag, 30. Mai, Melsungen - Himmelsfels - Spangenberg

Dienstag, 30. Mai, Melsungen - Himmelsfels - Spangenberg

Wir sind da!

Es ist unglaublich, wir sind fast in Tränen ausgebrochen. Die Stadt ist auf dem Gipfel des Himmelsfels gelandet. Mit 12 rollenden Botschaften sind wir vor 3 Wochen losgezogen, mit 13 sind wir auf dem Berg angekommen. Die Bauwagen sehen wunderschön aus an ihrem Ziel. Bürgermeister Tigges und Frau Pfetzing haben sich zusammengetan und uns einen wunderbaren Empfang auf dem Berg geschenkt. Wir haben angestoßen, gegrillt und Abends einen Dankgottesdienst gefeiert. Jetzt muß ein wenig Ruhe einkehren, viele kleine Dinge sind noch vorzubereiten, um in 10 Tagen das große Fest zu starten. Aber jetzt soll für ein paar Tage erst einmal die Dankbarkeit regieren. Danke allen fürs Mitverfolgen. Sicherlich gibt es bald auch ein Tagebuch vom Himmelsfels.

Montag, 29.Mai, Melsungen

Montag, 29.Mai, Melsungen

Der letzte vollstängie Tag unserer Tour, bevor es morgen nach Spangenberg und auf den Himelsfels geht.

Diese Tour war wirklich ein großer Segen und es wird ein noch größerer Segen seiin, wenn sie hinter uns liegt. Alles, was danach kommt, kann im Vergleich nur weniger problematisch sein. In Melsungen hatten wir vor allem Spaß mit vielen Kindern und Jugendlichen. Ein neuer marokkanischer Botschaft, Hamed, stieß zum Team und Marokko wurde prompt Weltmeister. Wir trauerten mit Tito, unserem indonesischen Botschafter, in dessen Heimatstadt das Zentrum des Erdbebens lag. Und wir feierten bei strömendem Regen ein kleines Konzert in familiärer Atmosphäre unter Pavillons und zum Segen stellte sich die Sonne ein. Am Abend packte uns der Ehrgeiz mit einer wunderschönen Stadt nach Spangenberg zu kommen und wir begonnen, alles zu reparieren, zu retten und zu dekorieren. Jetzt sind wir voller Spannung und Vorfreude auf unsere Landung auf dem Himmelsfels. Immer wieder begleitet uns das Lied: Ich schaue auf, Herr, zu den Bergen, woher mir Hilfe kommt. Sie kommt von dir, Herr, Herrscher des Himmels, Schöpfer der ganzen Welt.

Sonntag, 28. Mai, Gudensberg - Melsungen

Endlich mal wieder ein richtiger Sonnentag, auch wenn es morgens noch nicht so aussah.

Im Open-Air-Gottesdienst aber brach die Sonne durch und wir genossen es, gemeinsam zu singen und zu träumen. Danach ging es weiter Richtung Dörnhagen, unterstützt durch die Oldtimer vom Bulldog-Club-Nordhessen und auch den einen verbliebenen von Werner Pfetzings Bulldogs. In Dörnhagen rauschten wir über das Trucker- und Oldtimer-Treffen und machten ein wenig Werbung für unser Fest auf dem Himmelsfels. Nach einer sehr langen Pause, in der wir auf die Polizei warteten, ging es weiter Richtung Melsungen. Dies war wohl die gefährlichste Etappe unserer Tour mit bis zu 15% Neigung auf der Straße. Jackie durfte an ihrem ersten Tag auf dem Traktor gleich bis zum Letzten gehen und stand auf der Bremse. Später erzählte sie: "Ich dachte: Gleich muß die Dorit sich noch dazustellen."

Abends wurden wir sehr herzlich von dem Melsunger Team empfangen mit einem Grill und frischen Steaks. Zum Aufwärmen hackten wir noch etwas Holz und feuerten die Sauna an und ließen den Abend warm ausklingen. Allerdings ist es in Klamotten am Ende doch etwas heiß in der Sauna.

Samstag, 27.Mai, Gudensberg

Samstag, 27.Mai, Gudensberg

Ein wunderschöner World Camp - Tag in Gudensberg.

Der Regen machte uns schon lange nichts mehr aus und so ließen wir uns bei unseren Vorbereitungen für das World Camp Fest auch nicht von ihm stören. Morgens besuchte uns das ZDF und schloß die Dreharbeiten für die große Reportage über World Camp ab (im Magazin "Menschen", Sa, 10.6., 17.45h). Das Fernsehteam war sehr nett und interessierte sich sehr für unsere Tour. Mittags öffneten wieder die Botschaften - inzwischen ergänzt um den Bauwagen von Indonesien. Bis hin zum Landtagsabgeordneten bekamen alle ihre Reisepässe. Das WM-Turnier von Gudensberg war bis zur Nachspielzeit spannend, der Trainer von Simbabwe sprang am Ende selbst ins Tor und sorgte so wieder einmal für den Sieg seiner Mannschaft. Das Gospelkonzert erlebten wir wegen des Regens in den Räumlichkeiten der katholischen Gemeinde. Die Gäste gingen sehr mit und der Abend wurde zum Ende sehr bewegend, als viele ihre Segenswünsche für Gudensberg und für die rollende Weltstadt aussprachen.

Freitag, 26.Mai, Kassel Wolfsanger-Hasenhecke - Kassel Königsplatz - Gudensberg

Freitag, 26.Mai, Kassel Wolfsanger-Hasenhecke - Kassel Königsplatz - Gudensberg

In aller Frühe fuhren wir von der Hasenhecke aus los in Richtung Königsplatz in Kassel. Kurz vorher wurde der Fortgang der Tour noch einmal unsicher, da ein Polizist - noch während wir frühstückten - die Bauwagen kontrollierte und diese eigentlich gar nicht auf die Straße lassen wollte. Dann ließ er sich aber doch dazu bewegen und wurde im Laufe des Tages und der zwei Etappen heute fast zum Freund von World Camp. Am Ende verabschiedete er sich freundlich mit guten Wünschen.
Der Königsplatz erwartete uns mit schlechtem Wetter, aber guter Laune und vielen Besuchern. Der Bürgermeister von Kassel war ebenso anwesend wie der Probst und der Vorsitzende des gerade aufgestiegenen Kasseler Fußballclubs. Die Weltmeisterschaft wurde ausgetragen mit den Ländern Brasilien, Kongo, Simbabwe, Nigeria, Indonesien, Russland und Weltmeister wurde - wieder einmal - Simbabwe.
Vom Königsplatz aus ging es dann weiter nach Gudensberg und das Team hatte endlich wieder einmal einen ganzen Abend zum Erholen, da das Fest hier erst morgen Nachmittag beginnt.